Warum sind die Matrosenhemden gestreift?
Die gestreiften Matrosenhemden haben gleich mehrere praktische und historische Gründe.
Ursprünglich trugen französische Seeleute im 19. Jahrhundert die blau-weißen Streifen. Der wichtigste Grund war ganz simpel: Sichtbarkeit. Fällt jemand über Bord, heben sich die Streifen auf den Wellen deutlich besser ab als ein einfarbiges Hemd.
Dazu kam ein Aberglaube. Streifen galten lange als „abwehrend“ gegenüber bösen Geistern und Unglück auf See – eine Art modischer Glücksbringer für gefährliche Reisen 🍀
Ein weiterer, sehr pragmatischer Punkt: Die Muster verdecken Schmutz, Salzflecken und Abnutzung besser als glatte Stoffe. Auf einem Schiff mit harter Arbeit war das ein echter Vorteil ⚓
Als die französische Marine die Streifen offiziell einführte, wurden sie schnell zum Symbol für Seefahrt, Freiheit und Abenteuer. Von dort aus eroberten sie Mode, Kunst und Popkultur – bis sie heute eher stilvoll als zweckmäßig wirken.
Die Anzahl der Streifen war tatsächlich festgelegt – zumindest in Frankreich. Das klassische Matrosenhemd, die Marinière, hatte 21 weiße Streifen auf blauem Grund. Offiziell eingeführt wurde das 1858 in der französischen Marine 🇫🇷
Warum ausgerechnet 21? Die populärste Erklärung ist ziemlich romantisch: Sie sollen die 21 Siege Napoleons symbolisieren. Ob das historisch hundertprozentig stimmt, ist nicht ganz sicher, aber die Geschichte hielt sich hartnäckig – und Seeleute liebten solche Bedeutungen.
Praktischer ist eine andere Erklärung: Die genaue Anzahl half bei der Standardisierung der Uniformen. So konnte man sofort erkennen, ob ein Hemd korrekt gefertigt war, was für militärische Ordnung wichtig war.
Interessant ist auch: Die Streifen hatten exakte Maße. Die weißen Streifen waren breiter als die blauen, damit das Muster auf Entfernung besser auffällt 🌊
Heute nehmen es Modemarken natürlich nicht mehr so genau – aber die 21 Streifen sind bis heute ein kleines, maritimes Stück Geschichte ⚓✨
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