Intervallfasten: Zwischen Trend und gesundheitlichem Risiko
Intervallfasten ist das moderne Wundermittel zur Gewichtsreduktion und zur Förderung der Gesundheit. Was auf den ersten Blick harmlos erscheint, kann in bestimmten Fällen erhebliche Risiken bergen. Mediziner warnen: Längere Fastenperioden belasten den Magen-Darm-Trakt und beeinflussen den Stoffwechsel negativ.
Wer über Stunden oder gar den ganzen Tag auf Nahrung verzichtet, setzt seinen Körper unter Stress. Die Magensäure reizt die Schleimhäute und erhöht das Risiko für Gastritis. Gleichzeitig kann es zu Störungen der Gallenblase kommen, insbesondere bei Menschen mit genetischer Veranlagung zu Gallensteinen.
Ein weiterer Aspekt ist der Stoffwechsel: Längeres Fasten veranlasst den Körper dazu, in den Energiesparmodus zu wechseln. Das bedeutet, dass die Kalorienaufnahme effizienter gespeichert wird, was den Abnehmerfolg erschwert. Es besteht die Gefahr, dass der Appetit übermäßig wird und es zu unkontrolliertem Essen kommt.
Psychologische Risiken sind dabei ein entscheidender Faktor. Häufige Einschränkungen beim Essen können definitiv zu Essstörungen führen. Betroffene erleben häufig Zusammenbrüche und unkontrolliertes Essen, gefolgt von Schuldgefühlen. Langfristig gesehen kann das zu Bulimie oder Anorexie führen.
Intervallfasten kann beim Gewichtsmanagement helfen, aber es birgt auch Risiken für die Gesundheit und die Psyche. Wer diese Methode ausprobieren möchte, sollte vorsichtig sein, auf seinen Körper hören und im Zweifel ärztlichen Rat einholen.

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