Von der KI-Furcht zur Krypto-Panik: Warum Anleger derzeit den Rückzug antreten
Der jüngste Kursrutsch bei Bitcoin und Co. zeigt: Nach der „KI-Angst“ greift nun die „Krypto-Angst“ um sich.
Am Montagmorgen rutschte Bitcoin um fast fünf Prozent auf rund 86.000 US-Dollar ab; Ethereum verlor in der gleichen Phase rund sechs Prozent und notierte bei ca. 2.800 US-Dollar.
Die Stimmung belastet nicht nur Kryptowerte: Auch Aktienmärkte wie der DAX und der S&P 500 eröffneten vorbörslich mit Abschlägen.
Was bedeutet das im Detail?
Der massive Kursrückgang löst bei vielen Anleger:innen Nachschussforderungen aus — insbesondere jene, die auf Kredit oder mit Hebel investiert hatten. Wird dem nicht nachgekommen, drohen automatische Verkäufe — womöglich auch außerhalb des Kryptosektors.
Als zusätzlicher Verstärker gilt die Drohung von Strategy, einer als „Bitcoin-Treasury Company“ bekannten Firma mit riesigem Bitcoin-Bestand. Ihr CEO signalisierte, im Notfall bereit zu sein, große Mengen Bitcoin zu verkaufen — ein Szenario, das den Markt weiter unter Druck setzen könnte.
Der Alptraum für viele Marktteilnehmer: Ein Domino-Effekt, bei dem Kryptowährungen fallen, Margin Calls ausgelöst — Verkäufe streuen sich auf andere Anlageklassen aus — breiter Markt gerät ebenfalls unter Druck.
Was als simpler Rücksetzer im Kryptomarkt begann, droht zur gefährlichen Marktdynamik zu werden: Die aktuell schwache Stimmung, ausgelöst durch Angst und Unsicherheit, kann durch Kreditverpflichtungen und Firmen mit großen Beständen zu einer Spirale führen, mit womöglich gravierenden Folgen nicht nur für Kryptowährungen, sondern für ganze Depots.
Sollte sich diese negative Kombination verstärken, wäre eine breitere Markt-Korrektur durchaus realistisch.
Realistisches Szenario
Bitcoin könnte in den nächsten Wochen oder Monaten erneut deutlich nachgeben: etwa auf kurzfristige Unterstützungszonen im Bereich von 80 000–85 000 USD oder sogar tiefer, falls negative Trigger eintreten.

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